Vor den Sportferien wurde das vorgefertigte Spielmaterial aus dem KG Weihermatt in die Ferien geschickt. Seither spielen die Kinder nun mit Stühlen, Tischen, Seilen, Tüchern, Wäscheklammern und Brettern. Wir führen das Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten“ durch. Dieses wird von der „Perspektive Solothurn“ begleitet und soll unter anderem der Sucht und Gewaltprävention dienen. Damit ein solches Projekt gut gelingen kann braucht es speziell auch die Unterstützung der Eltern. Vor Projektbeginn wurden die Eltern an einem Elternabend vom Projektbegleiter U. Imhof und von uns Kindergärtnerinnen über Ablauf, Ziel und Nutzen des „Spielzeugfreien Kindergartens“ informiert. Fragen konnten geklärt werden und über Anliegen und Bedenken wurde diskutiert. Die Eltern waren offen, sich auf das Projekt einzulassen.

Während der Dauer des „Spielzeugfreien Kindergartens“ erhalten die Eltern jeweils Ende Woche mittels Fotos und schriftlichen Rückmeldungen im Informationsheft Einblick in das Kindergarten-Geschehen. Die ersten Rückmeldungen der Eltern fielen grösstenteils ausserordentlich positiv aus. Das Projekt ist sehr gut angelaufen. Fast allen Kindern gefällt der spielzeugfreie Kindergarten viel besser als jener mit Spielmaterial. Dies hat bestimmt auch damit zu tun, dass die Kinder selber bestimmen können wann sie mit wem und was genau spielen wollen und wie lange das Spiel dauern soll. Das Rollenspiel dominiert das Spielgeschehen, doch auch Forschungsarbeit, Training, Langeweile und anderes haben Platz. Dass der Znüniort und -zeitpunkt selber bestimmt werden kann und nicht fix einem Zeitplan entsprechen muss, gefällt vielen Kindern besonders gut. Auffallend ist, dass die Kinder sehr engagiert sind und vertieft in ihr Spiel eintauchen. Es wird viel diskutiert, verhandelt und erklärt. Oft spielen sehr viele Kinder miteinander. Verschiedene Kindergruppen begegnen sich und das Spiel wird erweitert, durchmischt und ergänzt.
Interessant ist, dass sich die Rollen wandeln können. Plötzlich muss ein führendes Kind sein Rolle abgeben. „Der Stärkere gewinnt“ gilt hier nicht immer. Im Zusammenspiel kann eine neue Rolle erprobt werden, es können neue Dynamiken entstehen, die anderen, neuen Gesetzen unterworfen sind. Beliebte Spiele sind Fastnacht und Fastnachtswagenbau, Familie, Pferdespiele, Verkaufen, Spital inklusive Rettungsdienst (Rega), Kämpfen, Bauernhof und natürlich aus das Spiel draussen. Auch im Turnen bestimmen die Kinder welches Material zum Einsatz kommen soll. Angeregt von den Schneesport-Posten aus der Projektwoche waren sich diese Woche alle einig: Der Gletscherspalt muss her! Die ganze Klasse beschäftigte sich am Mittwoch angeregt in 2 Gletscherspalten. Kommende Woche wird der zweite Elternabend stattfinden (Standortbestimmung) und ein weiterer folgt am Ende des dreimonatigen Projektes (Rückblick und Auswertung des Projektes).

Wir hoffen nun, dass das Projekt erfolgreich weiter gehen wird und weiterhin viele wichtige Erfahrungen gemacht werden können, die die Kinder für die weitere Entwicklung und das Zusammenleben in der Gesellschaft stärken werden.

 

 

   

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