Schulvereinbarung

Die Solothurner Volksschule hat seit 1. August 2012 sogenannte Schulvereinbarungen eingeführt. Das Departement für Bildung und Kultur hat aufgrund eines Entscheides des Kantonsrates die Schulleitungen damit beauftragt, Schulvereinbarungen in ihren Schulbetrieb aufzunehmen.

1.    Ziele

Die Schulvereinbarung stellt die Zusammenarbeit zwischen Schule, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern auf eine gemeinsame, verbindliche Basis. Sie legt die Grundregeln für eine motivierende und disziplinierte Schulkultur fest und beugt möglichen Konflikten vor. Die Schulvereinbarung richtet sich nach dem Leitbild der Schule, dem Volksschulgesetz des Kantons Solothurn und den Standesregeln des Schweizerischen Lehrerverbandes (LCH).

2.   Aufgaben und Pflichten, die für alle Beteiligten gelten

  • Wir achten und respektieren jede Person so wie sie ist.
  • Wir alle pflegen das gemeinschaftliche Sein und den gemeinschaftlichen Umgang.
  • Wir hören einander zu und sind ehrlich zueinander.
  • Wir alle arbeiten gemeinsam an einer gewalt- und mobbingfreien Schule.
  • Wir nehmen Bedürfnisse und Anliegen anderer ernst.
  • Wir alle begegnen uns mit Freundlichkeit, Respekt und Fairness, indem wir einander helfen, indem wir niemanden beschimpfen,indem wir niemanden bedrohen.
  • Wir alle suchen bei Schwierigkeiten gemeinsam nach Lösungen.
  • Wir alle orientieren uns am Leitbild unserer Schule.

3.   Aufgaben und Pflichten von Kindergartenkindern, Schülerinnen und Schülern

  • Wir beteiligen uns am Unterricht.
  • Wir übernehmen Verantwortung für unser Lernen.
  • Wir setzen uns für ein gutes Lernklima ein.
  • Wir erledigen Aufträge zuverlässig.
  • Wir erscheinen pünktlich zum Unterricht.
  • Wir stören Mitschülerinnen und Mitschüler nicht.
  • Wir übernehmen Verantwortung für das eigene Verhalten und versuchen Konflikte selbst zu lösen, indem wir einander unterstützen, indem wir einander ernst nehmen,indem wir keine Gewalt anwenden, indem wir – wenn nötig – Unterstützung anfordern.
  • Wir gehen mit eigenem und fremdem Material sorgfältig um.
  • Wir setzen uns für Anliegen der Schule, der einzelnen Klasse sowie der Mitschülerinnen und Mitschüler ein.
  • Wir nutzen die Möglichkeit zu selbständigem und eigenverantwortlichem Lernen sinnvoll und setzen diese Fähigkeiten aktiv im Unterricht ein.
  • Wir sind gut vorbereitet (Hausaufgaben), bringen die nötigen Arbeitsmittel mit, arbeiten im Unterricht motiviert mit und vermeiden Störungen.
  • Wir begegnen der Lehrperson offen und mit Respekt.
  • Wir informieren die Eltern über Erfolge wie über Probleme und geben alle Mitteilungen der Schule schnell und zuverlässig zu Hause ab.
  • Wir begegnen den Mitschülern und Mitschülerinnen gegenüber mit Toleranz, Rücksicht und Verständnis füreinander. Wir verhalten uns unterstützend und fair und hindern andere nicht am Lernen.
  • Wir halten uns an die Schulhausregeln.

4.   Aufgaben und Pflichten von Eltern/Erziehungsberechtigten

  • Wir interessieren uns für das Schulleben.
  • Wir werden mittels Lernkontrollen, Jahresgesprächen und Zeugnissen über die Leistungen unseres Kindes informiert. Haben wir Fragen dazu, nehmen wir mit der Lehrperson Kontakt auf und informieren uns.
  • Wir nehmen an den Elternabenden und Informationsanlässen teil.
  • Wir unterstützen die schulische Entwicklung des Kindes durch eine verlässliche und wohlwollende Zusammenarbeit mit der Schule.
  • Wir unterrichten die Schule - wenn nötig - über gesundheitliche, soziale und familiäre Probleme.
  • Wir stellen sicher, dass unser Kind zu Hause für Hausaufgaben über einen Arbeitsplatz, das nötige Material und ausreichend Arbeitszeit verfügt.
  • Wir setzen uns ein, dass unser Kind die Hausaufgaben gewissenhaft und so selbständig wie möglich erledigt.
  • Wir sorgen dafür, dass unser Kind gesund ernährt, ausgeruht und pünktlich den Unterricht besucht, gegebenenfalls beantragen wir rechtzeitig eine Dispensation oder legen eine Entschuldigung vor.
  • Wir unterstützen die Schule, indem wir unser Kind zu einem sorgfältigen Umgang mit dem Schulmaterial anhalten.
  • Wir nehmen eine Vorbildfunktion wahr.
  • Wir vermitteln Grundwerte und Verhaltensregeln wie Wertschätzung, Pflichterfüllung, Pünktlichkeit und Anstand.
  • Wir unterstützen unser Kind bei den nötigen Schritten in der Berufsfindung.
  • Wir setzen uns ein, dass unser Kind keinem übermässigen Medienkonsum ausgesetzt ist, da wir wissen, dass dieser die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht beeinträchtigen kann.

5.   Aufgaben und Pflichten von Lehrpersonen (Standesregeln LCH)

  • Wir sorgen für eine ausgewogene Förderung der Lernenden zur Sachkompetenz, Selbstverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit gemäss den Bildungsansprüchen des Lehrplans.
  • Wir schaffen Lernsituationen, die anregen und individuelle Fortschritte auf die Bildungsziele hin möglich machen. Wir begegnen den Lernenden mit einer positiven Erwartungshaltung.
  • Wir wirken mit an verbindlichen Absprachen und Regelungen im Schulteam, an gemeinsamen Entwicklungsarbeiten und Weiterbildungen.
  • Wir bilden uns während der ganzen Dauer der Berufsausübung in beruflichen und persönlichen Bereichen weiter und engagieren uns für eine Schule, die ihre Qualität überprüft und weiterentwickelt.
  • Wir nehmen Führung und Verantwortung in der eigenen Schulklasse und in der ganzen Schule wahr.
  • Wir arbeiten mit Erziehungsberechtigten, Spezialdiensten, Behörden und anderen an der Schule Beteiligten zusammen.
  • Wir behandeln sensible Informationen über Lernende vertraulich.
  • Wir handeln nach den gesetzlichen Vorschriften und setzen uns nötigenfalls für deren Veränderung und Anpassung ein.
  • Wir wahren bei unseren beruflichen Handlungen die Menschenwürde, achten die Persönlichkeit der Beteiligten, behandeln alle mit gleicher Sorgfalt und vermeiden Diskriminierungen.
  • Wir halten uns strikte an das gesetzliche Verbot von körperlichen, sexuellen, kulturellen und religiösen Übergriffen und reagieren entschieden auf festgestellte Missachtungen.

6.   Verbindlichkeit

Alle beteiligten Partner haben die Möglichkeit, die Erfüllung der Schulvereinbarung einzufordern. Konfliktsituationen werden zuerst im Gespräch bearbeitet. Unterschiedliche Auffassungen werden dargestellt und es wird ein Weg gesucht, wie die Zusammenarbeit gestaltet werden kann, ohne dass die Differenzen die Entwicklung der Schülerin/des Schülers und des Schulbetriebs stören.

   

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